Entspannt durch Dankbarkeit I

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Denken müssen wir ja sowieso. Warum dann nicht gleich positiv? -Albert Einstein-

Dankbarkeit ist ein wunderbarer Weg, um in die Fülle des Lebens einzutauchen. Dankbar zu sein, hilft uns dabei, anzunehmen was ist und wertzuschätzen wer wir sind.

Der Mensch neigt dazu, vermehrt das Negative oder das was ihm fehlt und stört zu sehen. Evolutionsbedingt war der Blick auf das Negative eine wichtige Schutzfunktion und ein Antrieb, um die Menschheit voranzubringen. Bei körperlichen und psychischen Beschwerden richtet sich fast schon magnetisch die Konzentration auf den Schmerz, somit wird unsere Wahrnehmung in diese Richtung gelenkt und verschärft sich. Folglich intensiviert sich der Leidensdruck und gewinnt die Oberhand über uns. Im Kopf dreht sich alles nur noch um den Schmerz, die Beschwerden und so weiter. Der Körper reagiert aus einer Art Schutzfunktion heraus mit dem Kampf- und Fluchtmechanismus. Das Gehirn gaukelt dem Körper und uns vor, „wir seien in Gefahr“, Stress und Anspannung sind die Folge. In so einer Situation ist es ganz hilfreich, sich dessen bewusst zu werden, woher dieses Verhaltensmuster kommt. Signalisiere deinem Körper, dass aktuell keine Gefahr droht und er sich jetzt wieder entspannen kann. Nehm ein paar tiefe Atemzüge und hole dich runter, um ins Hier und Jetzt zu kommen.

Dankbarkeit erzeugt Freude, Wohlbefinden und Entspannung. Auch dient Dankbarkeit als wichtiges Werkzeug, um die derzeitigen Umstände anzunehmen und neu manifestieren zu können. Agieren wir aus dem Blickwinkel der Negativität heraus, verschlimmert sich die Situation in unserer Wahrnehmung und wir spüren nicht mehr was wir wirklich wollen und brauchen. Somit wiederholt sich der Kreislauf des Erschaffens nach unserer Vorstellung immer und immer wieder. Der Unterschied liegt im Grundgedanken, ob dieser negativ (entspringt aus der Angst und dem Mangeldenken) oder positiv (entspringt aus dem Herzen, der Fülle und der Liebe) ausgerichtet ist.

Richten wir aus einem entspannten Zustand heraus die Konzentration auf das, was trotz der aktuellen Umstände und des Leidens möglich ist, entspannt sich der Körper und der Heilungsprozess wird in Gang gesetzt. Hier kann Dankbarkeit fast schon Wunder bewirken, insofern wir an Wunder glauben ( Wunder / hierzu folgt ein weiterer Blog). Ziel ist es, den Teufelskreis zu durchbrechen. Vor allem bei langanhaltenden  Schmerz – und Beschwerdezuständen oder chronischen Erkrankungen ist das ein wichtiger Prozess. Probier´s doch gleich mal mit folgendem Dankbarkeitsritual aus.

Dankbarkeitsritual – Wofür ich alles dankbar bin

Bedanke dich für alles was ist. Schaue dich um und schreib nieder wofür du alles dankbar bist. Im Grunde gibt es tausend Dinge, für die du dich bedanken könntest. Sei dankbar für deine Familie, Freunde, Arbeitsstelle, zu Hause, ………..

Fange einfach an zu schreiben (z.B. Danke, für den Stift mit dem ich schreibe. Danke, für das Papier auf dem ich schreibe. Danke, dass ich dankbar bin. Schreib immer weiter ohne nachzudenken und den Stift abzusetzen. Fällt dir nicht´s mehr ein, dann wiederhole das vorherig geschriebene oder schreibe einfach >>Danke<<. Höre erst auf zu schreiben wenn du das Gefühl hast, dass es jetzt genug ist.

Dieses Dankbarkeitsritual ist auch gut für unterwegs geeignet. Seine Gedanken aufzuschreiben ist intensiver, dennoch bewirkt es auch viel, sich ausgesprochen zu bedanken.

  • Wie fühlst du dich jetzt? Entspannter / leichter/ fröhlicher?
  • Wie nimmst du deinen Körper jetzt wahr?
  • Haben sich deine Beschwerden etwas gemildert?
  • Falls du nichts der gleichen wahrnimmst ist das auch vollkommen in Ordnung. Manchmal stehen wir so weit neben uns, dass es ein bisschen Übung und Vertrauen braucht sich auf das Dankbarkeitsritual einzulassen.

Integrationsübung

Notiere dir Stichpunktartig wie du dich in letzter Zeit fühlst und frage deinen Körper wie es ihm geht. Was dich derzeit in deinem Leben beschäftigt und was dir Sorgen bereitet. Notiere dir auch deine Ziele und Veränderungen die du in nächster Zeit erreichen und erschaffen möchtest. Du kannst die einzelnen Lebensthemen auf einer Skala von 0-10 bewerten. Somit kannst du dir im Laufe der Zeit der Veränderungen bewusst werden.

Einstimmen auf die Dankbarkeitsübungen

Komme zur Ruhe und bringe dich in eine bequeme, aufrechte Sitzposition. Schließe deine Augen oder senke den Blick. Nimm deinen Körper wahr ohne zu bewerten was du spürst. Damit ist gemeint, dass du möglichst wenig oder gar nicht deine Körperwahrnehmung in Gedanken kommentierst z.B. meine Nase juckt, ich bin aufgeregt, ich habe Rückenschmerzen. Nun lege die rechte Hand auf deinen Bauch und die linke Hand auf dein Herz. Nimm drei bis fünf tiefe Atemzüge und Atme in deine Hände. Spüre wie sich dein Bauch und dein Brustkorb mit der Einatmung anheben und mit der Ausatmung wieder absenken. Fühlst du dich nach den Atemzügen noch nicht entspannt genug, dann Atme noch einige Male weiter. Du kannst natürlich auch ein beliebig anderes „ich komme ins Hier und Jetzt“ Ritual anwenden.

Dankbarkeitsritual – Gesundheit

Werde dir dessen bewusst, wofür du alles dankbar bist und sein kannst trotz deiner derzeitigen gesundheitlichen Situation.

Fange einfach an zu schreiben ohne nachzudenken (z.B. Danke, dass ich atmen kann. Danke, dass ich schmecken kann. Danke, dass ich fühlen kann. Danke, dass ich riechen kann. Danke, dass ich mich bewegen kann. Danke, dass ich dankbar bin. Schreibe immer weiter ohne lang nachzudenken und den Stift abzusetzen. Fällt dir nichts mehr ein dann wiederhole das vorherig geschriebene oder schreibe einfach >>Danke<<. Höre erst auf zu schreiben wenn du das Gefühl hast, dass es jetzt genug ist und du dich leichter fühlst.

Wiederhole täglich eine oder mehrere Dankbarkeitsübungen, so lange bis sich deine Beschwerden deutlich verbessert haben.

 

 

 

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